Aktuelles 2012

09.08.2012 - Im Blickpunkt: Niedrigwasser

Das wenige Wasser in den Flüssen und Bächen ist ja nun ein "Dauerthema" in einigen lokalen Medien. Verschiedene Vorschläge wie z.B. das Erstellen einer Fahrrinne und das Markieren von Bachmuschebeständen mit Bojen hat uns das Gespräch mit der Schweriner Volkszeitung suchen lassen. Hier der Link zu einem Artikel, der nach einem sehr konstruktiven Gespräch zwischen unseren Mitgliedern Werner Winkelmann, Mario Voigt und einer Reporterin der SVZ am Dienstag dieser Woche, heute bereits veröffentlicht wurde.

09.06.2012 - 21. Landesdelegiertenkonferenz LAV

Am 09.06.2012 fand in Linstow bei Krakow am See die 21. Landesdelegiertenkonferenz des LAV M-V e.V. statt. Die ca. 120 wahlberechtigten Teilnehmer hatten ein recht umfangreiches Programm zu absolvieren. Der Begrüßung durch den Präsidenten des LAV , Prof. Dr. Brillowski ,folgten die Grußworte der Ehrengäste, u.a. der demokratischen Landtagsfraktionen des Landtages M-V . Hier präsentierten sich auch erstmals mit besonderer Spannung erwartet Bündnis 90 /die Grünen mit ihrer Landtagsabgeordneten Frau Jutta Gerkan, die mit einem interessanten Beitrag und einer sehr differenzierten Sicht auf die Anglerschaft keine Berührungsängste zeigte.

Eine besondere Ehre wurde unserem Vereinsmitglied Winfried Wilke zuteil, ihm wurde die Ehrenmitgliedschaft des LAV verliehen. Winfried hat seit Gründung des Verbandes aktive Vorstandsarbeit geleistet. Maßgeblich wirkte Winfried u.a. an der freiwilligen Vereinbarung „Naturschutz, Wassersport und Tourismus im Greifswalder Bodden und Strelasund“ mit, ebenso seine Initiative um die Ausnahmegenehmigung zum Angeln im NSG Peenemünder Haken ,Struck und Ruden. Winfried hat so einen sichtbaren und nachhaltigen Beitrag zum Status des LAV als anerkannter Naturschutzverband geleistet. Herzlichen Glückwunsch!

Nach einer kurzen Pause ging es weiter in der Tagesordnung. Das Präsidium berichtete über seine Arbeit. Nach Jahren des Mitgliederschwundes konnte diese Entwicklung im Jahre 2011 gestoppt werden und es gab endlich wieder einen, wenn auch geringen, Anstieg der Mitgliederzahlen. Ebenso gibt es einen positiven Trend der Mitgliederentwicklung bei Kindern und Jugendlichen. Aktuell haben wir eine Mitgliederzahl von 42.073. Weitere 50.000 Einwohner in M-V haben einen Fischereischein, sind aber keine Mitglieder des LAV .Diese Angler für unsere Verbandsarbeit zu interessieren , sieht der Präsident als eine der Hauptaufgaben der kommenden Jahre an. Eingegangen wurde auch auf den Stand der Fusion DAV/VDSF. Bei all den unsäglichen Querelen um diesen Vereinigungsprozess bleibt der LAV M-V bei seiner klaren Position den beschrittenen Weg des Zusammenschlusses nicht zu verlassen. Seit 2008 kann der Verband auch eine stetige Zunahme der Gewässerflächen verbuchen. Insgesamt stehen den LAV-Mitgliedern 7.531 ha Gewässerfläche, davon 2.002 ha Fließgewässer, mit der Jahresangelberechtigung zur Verfügung. Bei dieser riesigen Fläche ist auch die Erhöhung des LAV-Jahresbeitrages um 1€ auf 14€ und der gestiegene Preis für die Jahresangelberechtigung von 39 auf 45€ nachzuvollziehen. Insgesamt wurden für 2012 durch Mitgliedsbeiträge ca. 413.000 € eingenommen, die Jahresangelberechtigungen ergeben ca. 1,1 Mio.€ , die Salmonidenangelberechtigungen ca. 4.000€. Die anschließende Wahl des Präsidiums ging reibungslos vor sich, alle Kandidaten wurden von den Delegierten mehrheitlich bestätigt. Leider konnte das Referat für Schulung und Ausbildung nicht besetzt werden. Der Tag klang mit einem gemeinsamen Imbiss und Gesprächen aus, hier rückte dann auch wieder das Angeln selbst in den Vordergrund.

 

15.05.2012 - Fischsterben in Beke

Nun leider auch eine schlechte Meldung von der Beke in der Nähe von Rostock. Es handelt sich um eine lokale Umweltverschmutzung in einem beschränkten Bereich. Dort wurde am Sonntag (13.05.2012) durch den Bützower Anglerverein ein Fischsterben von ca. 100 (einhundert) Forellen festgestellt. Am gleichen Tag war am Nachmittag/Abend ein Vereinsmitglied vor Ort und hat die gleiche Feststellung gemacht.

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Die Behörden wie das StALU MM und die Wasserschutzpolizei sind informiert und bearbeiten den Vorfall.Gestern gegen 09:00 Uhr wurde durch das StALU MM jeweils eine Wasseruntersuchung im Moltenower Bach und in der Beke ohne Ergebnis vorgenommen. Der LAV MV, unser Dachverband, hat gestern bei der Wasserschutzpolizei ein Anzeige gegen unbekannt auf Grund einer Umweltverschmutzung im Wasser gestellt.Es gibt bis heute keine aktuellen Ergebnisse der Ermittlung.Noch einmal die Bitte an alle.

 

Bei Beobachtungen vom Fischsterben:

  • Sofort und so schnell wie möglich eine Wasserprobe aus der Hauptströmung entnehmen und sichern
  • Verendete Fische sicherstellen und wenn keine kurzfristige Übergabe (2-3 Stunden) an eine Behörde möglich ist, sofort einzeln einfrieren.
  • Das Einfrieren dient der Erhaltung des biologischen Materials zu evt. späteren Untersuchungen. Die Fische bitte nicht in Wasser hältern. Das beschleunigt den Zersetzungsprozess.
  • Sofortige Anzeige bei der Wasserschutzpolizei bei Verdacht einer Umweltverschmutzung im Wasser
  • LAV und unseren Verein bitte sofort informieren

 

31.03.2012 - Tag der Gewässerpflege: Baumpflanzung an der alten Nebel

 Am 31. März führte der Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. den alljährlichen Tag der Gewässerpflege durch. Minister Dr. T. Backhaus übernahm – wie schon in den Vorjahren – die Schirmherrschaft. Neben vielen Aktionen zur Beräumung unserer Gewässer von Müll und Unrat, so z. B. am Inselsee Güstrow, fand auch wieder eine Bepflanzungsaktion an einem Gewässer statt.

In diesem Jahr war ein renaturierter Abschnitt der Alten Nebel zwischen Güstrow und Bützow im Bereich Gülzow als Referenzobjekt ausgewählt worden. Zwischen Parum und Gülzow wurden Altarme angeschlossen, eine breite Wasserwechselzone angelegt und Überschwemmungsflächen für Hochwasser geschaffen. Die Umsetzung erfolgte mit Fördermitteln aus dem ELER-Programm der EU in Kofinanzierung mit Bund und Land. Geplant wurde dieses wegweisende Projekt in bewährter Form durch das Institut biota aus Bützow.

Zur Unterstützung der Renaturierung sowie zur Beschattung von Gewässerabschnitten hat der Landesanglerverband M-V e.V. in Zusammenarbeit mit dem Institut biota und unserem Verein abgestimmte Pflanzpläne für einzelne Bereiche erarbeitet. Vom Planungsbüro wurden für den jeweiligen Standort angepasste Baum- und Straucharten und deren Standort (in bzw. oberhalb der Wasserwechselzone) vorgegeben.

Im Uferbereich wurden vorwiegend Weidenarten und Schwarz-Erlen gepflanzt. Die Schwarz-Erle ist ein standorttypischer Baum unserer norddeutschen Fließgewässer und hat insbesondere durch ihre ausgeprägten, ins Wasser hineinreichenden Wurzeln eine sehr wichtige biologische Funktion. Die flutenden Wurzeln beherbergen unzählige Fischnährtiere und in unmittelbarer Nähe ist oft auch die seltene und besonders geschützte Kleine Flussmuschel (Unio crassus) zu finden. Darüber hinaus bieten sie überlebenswichtige Fischunterstände. Insofern ist die Schwarzerle aus mehrfacher Hinsicht sehr gut für eine Uferbepflanzung geeignet.

Bei feuchtkaltem Märzwetter trafen sich etwa 35 Aktive, darunter 22 Mitglieder unseres Vereins, auf dem Parkplatz der Landesforschungsanstalt in Gülzow. Auch der Schirmherr der Veranstaltung, Minister Dr. T. Backhaus, trotzte dem Wetter und beteiligte sich aktiv an der Bepflanzung. Weitere Gäste unserer Veranstaltung waren u. a. der Leiter des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg Herr H.-J. Meier und der Präsident des LAV M-V e. V. Prof. Dr. K. H. Brillowski. Seitens der Presse waren Vertreter von Druck, Funk und Fernsehen vertreten.

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Mario Voigt vom LAV M-V e. V. eröffnete die Veranstaltung und erläuterte kurz die durchgeführten Baumaßnahmen sowie den Ablauf der Veranstaltung. Anschließend ergriff Minister Backhaus das Wort und wies noch einmal auf die Bedeutung der Renaturierung hin. Zudem lobte er auch das Engagement des LAV mit seinen über 40.000 Mitgliedern für die Gewässer und wünschte uns allen eine erfolgreiche Saison.

Nach der Eröffnung ging es an die renaturierte Nebel. Hier wurde an einem Beispiel gezeigt wie und wo die Gehölze zu pflanzen sind. Minister Backhaus und Herr Meier pflanzten symbolisch den ersten Baum. Danach verteilten wir uns auf die Gruppen und begannen mit der Arbeit. Nach ca. 3 Stunden waren alle Bäume gepflanzt. Zur Stärkung von Leib und Seele nach getaner Arbeit gab es anschließend eine wohlschmeckende Gulaschsuppe in der Gaststätte „Zur Grenzburg“ in Güstrow.

14.03.2012 - Wasserwandertag im Naturparkzentrum Warin

Am 14.03.2012 fand im Naturparkzentrum in Warin der jährliche Wasserwandertag statt. Inhaltlich ging es um die Fragestellung „Zwei Jahre freiwillige Vereinbarung – Was hat es gebracht?“. Zum Thema referierten Nils Meyer vom StALU WM und Sven-Erik Muskulus von der Arbeitsgruppe „Qualität im Kanutourismus“. Das Fahrverbot in den Naturschutzgebieten Karnin und Groß Görnow an der Warnow wurde vom StALU WM 2012 erstmals konsequent durchgesetzt. Grund waren die geringen Durchflüsse im Jahresverlauf. Vom 16.03.2012 bis zum 03.01.2013 unterschritt der Pegel die für eine Befahrbarkeit notwendigen 30 cm Wassertiefe. Auch die AG möchte künftig ein konsequentes und ganzjähriges Verbot für alle Wasserwanderer in den Naturschutzgebieten. Allerdings sollten für naturbewusste Anbieter Ausnahmeregelungen, z. B für geführte naturkundliche Touren, möglich bleiben. Ein Konzept für die touristische Nutzung der Warnow und anderer Gewässer soll in diesem Jahr vom Naturpark erstellt werden. Das StALU WM hat eine Internetseite eingerichtet, auf welcher die Pegelstände und die daraus abgeleiteten Konsequenzen (Fahrverbote) ersichtlich sind: www.warnow-pegel.de

04.03.2012 - Gewässerberäumung wie vor 20 Jahren

Die Bilder entstanden Anfang März am Unterlauf der Beke. Ein seit 20 Jahren nicht mehr unterhaltener naturnaher Gewässerabschnitt von ca. 5 km Länge wurde auf Druck der Landwirte von „Abflusshindernissen“ beräumt. Dabei wurden nicht nur wichtige Unterstände für Fische aus überhängenden Ästen, Wurzeln und Totholz entfernt, auch im angrenzenden Uferbereich wurden Bäume und Sträucher zur „schadlosen Ableitung“ des Wassers beschnitten und gefällt. Wir fragen uns: Muss das sein?

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02.02.2012 - Das kleine Flüsschen Nebel

Im Bereich der Alten Nebel, in der Nähe der Ortschaft Gülzow bei Güstrow wird seit einigen Wochen fleißig gearbeitet. Im Zusammenhang mit der Managementplanung für das FFH-Gebiet (Nebeltal mit Zuflüssen und verbundenen Seen) bekommt die Nebel hier wieder gewässertypische Querprofile mit einer weit auslaufenden Uferzone. Diese Uferzonen nimmt in Hochwasserzeiten viel Wasser auf und speichert dieses für „trockene“ Zeiten. Wir freuen uns über ein weiteres naturnahes Gewässer.

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03.03.2012 - Jahrestagung 2012

Am 03. März 2012 fand unsere traditionelle Jahrestagung mit anschließender Mitgliederversammlung statt. Neu in diesem Jahr war der Austragungsort. Erstmals versammelten wir uns im Besucherzentrum des Naturparks „Sternberger Seenland“ im kleinen Städtchen Warin. Der neue Veranstaltungsort begeisterte mit einem technisch gut ausgerüsteten Versammlungsraum und einer guten Organisation durch die Mitarbeiter des Naturparks (an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön!). Zudem bot sich die Gelegenheit die Ausstellungen des Naturparks, u. a. eine interessante Fotoausstellung zu Gewässern aus der Umgebung, zu besuchen.

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Herr Bernhard Fiedler vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg gab in seinem Referat einen Einblick in die Habitatansprüche und Bestände der Bachmuschel in der Warnow und stellte die zum Schutz der Art im Jahr 2011 unterzeichnete Vereinbarung mit den Kanubetreibern der Region vor. Das Thema Kanusport und die Auswirkungen auf das Gewässer war bereits 2011 Thema auf unserer Jahrestagung. Der Vortrag von Dr. Arno Waterstraat von der Gesellschaft für Naturschutz und Landschaftsökologie, Kratzeburg skizzierte Langzeittrends der Fischgemeinschaft in der Nebel zwischen dem Krakower See und Hoppenrade. Bereits seit 1987 werden in dem Gewässerabschnitt Daten zur Fischfauna erhoben. Neben den Veränderungen und Trends wurden auch Ursachen thematisiert. An beide Vorträge schlossen sich rege Diskussionen an. In einem abschließenden Kurzreferat fasste Torsten Ode die Ergebnisse der Kartierungen an den Laichgewässern der Meer- und Bachforelle im Jahr 2011 zusammen und zeigte in einem kleinen Film den Ablauf des Laichgeschehens an einem kleinen Bach. Nach einigen Fragen ging es in die Mittagspause. Das reichhaltige Buffet kam in diesem Jahr aus der Gaststätte „Blick auf Schwerin“ in Görslow. Anschließend fand unsere alljährliche Mitgliederversammlung statt. Zu Beginn der Veranstaltung überreichte Herr Andreas Schlüter vom Landesfischereiverband M-V e. V. eine Aalaktie an unser Vorstandsmitglied Werner Winkelmann. Mit der Aktie möchte der Landesanglerverband M-V e. V. den Erhalt der einzigartigen Bestände des europäischen Aales unterstützen. Die Aktie kann über die Geschäftsstelle des LAV M-V e. V. bezogen werden. Danach ging es an die Abarbeitung unserer festgelegten Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht 2011; 2. Geschäfts und Kassenbericht 2011/2012; 3. Bericht der Revisionskommission; 4. Entlastung des Vorstandes; 5. Haushalts- und Arbeitsplan 2012; 6. Sonstiges und Anträge. Das Protokoll wurde unseren Mitgliedern in elektronischer Form zur Verfügung gestellt. Die Vorträge können auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.

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